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Brennen im Mund kann ein Pilz sein!

Unter allen Pilzerregern hat der Pilz Candida Albicans die größte Bedeutung bei Pilzinfektionen der Mundschleimhaut. Der Erreger gehört zu der normalen Flora der Mundschleimhaut und ist bei der Hälfte aller Menschen im Mund nachweisbar. Kommt es jedoch zu einer Abwehrschwäche des Immunsystems, kann es zu einem überwuchern dieses Pilzes kommen.

Symptome des Mundsoor

Die Betroffenen klagen dann über ein Brennen im Mund, über Schluckschmerzen (Halsschmerzen) und über Geschmacksstörungen. Die Schleimhaut im Bereich des weichen Gaumens, der Zunge und der Rachenhinterwand zeigen dann weißliche bis gelbliche Beläge auf. Das Gewebe um die weißen Flecken herum ist gerötet und entzündet. Der alleinige Nachweis durch eine Abstrichuntersuchung ist nicht beweisend für einen Soor der Mundschleimhaut, da dieser Pilz zur normalen Mund- und Rachenflora gehört. Kommen jedoch Symptome und Entzündungszeichen dazu, spricht man von einer sogenannten Candidose.
Ein Mundsoor betrifft vor allem Säuglinge, ältere Menschen und Patienten mit einer Immunschwäche. Antibiotika und Kortisonpräparate begünstigen die Entstehung dieser Erkrankung. Deshalb klagen manche Patienten nach einer Antibiotikabehandlung über Symptome wie Mundbrennen oder weiterhin bestehenden Halsschmerzen. Die mittlerweile weite Verbreitung von Kortison-, Rachen- und Asthmasprays begünstigt ebenfalls die Entstehung einer Candidose. Nach einer Strahlentherapie tritt der Pilzbefall der Mundschleimhaut sehr häufig auf.

Therapie der Pilzinfektion

Mittel der Wahl bei leichten und mittelschweren Infektionen ist Nystatin oder Amphoterizin B (Amphomoronal). Diese Präparate gibt es als Lutschtabletten und Suspensionen. Die Suspension wird mittels Pipette in den Mund gegeben und sollte eine Minute im Mund mit der Zunge und dem Speichel verteilt werden, bevor man die Suspension runterschluckt. Das herunterschlucken ist von herausragender Bedeutung, da ein Pilzbefall selten im Mund- und Rachenbereich aufhört, sondern auch den oberen Anteil der Speiseröhre betreffen kann. Bei sehr starken Pilzinfektionen gibt es auch die Möglichkeit der Therapie mit antimykotisch wirkenden Tabletten.

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