Neue Hilfe bei Hörsturz
Bislang war nach einer erfolglosen Infusionstherapie bei Hörsturz – Patienten nur die orale rheologische Therapie möglich. Mit Hilfe der intratympanalen Applikation von Kortison kann nun Abhilfe geschaffen werden. Das Verfahren wurde in der Uniklinik Mainz unter Prof. Dr. med. Dr. mult. W. Mann weiter erforscht und erfolgreich schon bei mehreren hundert Patienten angewendet.
Dieses Verfahren kann auch bei Diabetikern angewandt werden, da das Kortikoid nicht systemisch, sondern nur lokal wirkt und somit keinen Effekt auf den Blutzucker hat.
Vorgehensweise
Nach Lokalanästhesie des Gehörganges erfolgt eine Injektion durch das Trommelfell ins Mittelohr. Als Nebenwirkung tritt gelegentlich kurzzeitiger Schwindel auf. Danach lässt man das so applizierte Medikament 20 Minuten einwirken. Nach dem Aufrichten läuft jetzt das Kortikoid über den physiologischen Weg der Ohrtrompete ab. Insgesamt wird diese Prozedur sieben Mal wiederholt.
Die Therapie ist nicht sehr schmerzhaft und wird von allen Patienten gut toleriert.
Fachliteratur
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Intratympanic dexamethasone with hyaluronic acid in the treatment of idiopathic sudden sensorineural hearing loss after failure of intravenous steroid and vasoactive therapy.
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