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Nasenspray süchtig

Von Nasenspray kann man abhängig werden!

Was tun bei Nasenspray Abhängigkeit?

Viele Menschen sind bereits abhängig von Nasenspray oder Nasentropfen. Sie können ohne Nasentropfen nicht mehr frei durch die Nasen atmen und wenden sie daher sehr häufig an. Ich persönlich kenne Betroffene, die eine Flasche nach 2-3 Tagen aufgebraucht haben.

Die Inhaltsstoffe der Sprays und Tropfen (Xylomeatazolin, Oxymetazolin oder Tramazolin) haben eine gefäßverängende Wirkung und führen somit kurzfristig zum Abschwellen der Nasenschleimhäute und sorgen für eine nicht lang anhaltende befreite Nase. Ein krankheitsverkürzende Wirkung konnte bisher keinem Nasenspray nachgewiesen werden. Lediglich die Symptome (verstopfte Nase, Druckgefühl) werden verbessert.

So gut gemeint, wie die Nasensprays auch sind, so teuflisch kann der längerfristige Gebrauch werden. Nach 7-10 Tagen gewöhnt sich bereits die Nase an das Nasenspray und man benötigt "mehr Stoff" um die gleiche Wirkung zu erreichen. Dies nennt man "Rebound - Phänomen"

Ist dieses Stadium erreicht und man sprüht weiter, ist man bereits in die Falle getappt und man wird abhängig oder leidet unter einer Nasenspray - Sucht.

Die Nasenschleimhaut wird geschädigt und kann stark austrocknen, was zusätzlich zu einem Verstopfungsgefühl in der Nase führt. Teilweise kann die Nasenschleimhaut auch irreversibel geschädigt werden.

Viele Betroffene können ohne den geliebten Sprühstoß aus der Flasche nicht mehr einschlafen, weil die Nase komplett verstopft ist. Mediziner bezeichnen die Nasenspray Sucht als Privinismus (ein früher erhältliches Nasenspray hieß "Privin") oder Rhinitis medikamentosa.

Jeder Arzt und jede Pharmafirma weiß: „Abschwellendes Nasenspray sollte man nicht länger als eine Woche anwenden!". Steht das vielleicht groß auf den bunten Verpackungen als Warnung? Es sollte genau so groß darauf stehen, wie der Krebshinweis auf Zigarettenschachteln. Wer liest schon das Kleingeschriebene? Kinder und Rentner sicherlich nicht.

Ein guter Arzt und ein verantwortungsvoller Apotheker werden Ihnen immer diesen Hinweis geben.

Nicht jeder weiß, dass man von Nasenspray abhängig werden kann. Spätestens wenn man nach einem Schnupfen merkt, dass die Nase ohne Nasenspray nicht mehr frei wird, sollte man sich an seinen Hals- Nasen Ohrenarzt wenden.

Viele verpassen den Zeitpunkt und nehmen weiterhin das Nasenspray – Tag für Tag, Woche für Woche und Jahr für Jahr.

Wie merken Sie, dass Sie abhängig sind?

  • Sie können ohne Nasenspray nicht einschlafen.
  • Sie trauen sich nicht ohne Nasenspray aus dem Haus.
  • Bereits wenige Stunden nach dem befreienden Nasenspray – Hub ist Ihre Nase wieder verstopft.
  • Sie wachen morgens auf und haben einen trockenen Mund, weil Ihre Nase schon wieder verstopft ist.
  • Ihre Erkältungen verlaufen länger und schlimmer als bei Ihren Kollegen.

Der Weg aus der Sucht

Nahezu der einzige Weg aus der Abhängigkeit ist das komplette Absetzen des Nasensprays. Die Entwöhnungsphase dauert meist 3 Wochen, aber diese drei Wochen sind für die Betroffenen richtig heftig. Man kann dies aber mit einer intensiven Nasenpflege mildern. Manche Autoren empfehlen zunächst ein Nasenloch zu entwöhnen, dann das andere. Unterstützen kann man dies mit einem korisonhaltigen Nasenspray.

Eine Operation wird von den Patienten meist komplett abgelehnt, obwohl es mittlerweile sehr schonende Verfahren gibt, die mit den früheren Krankenhausaufenthalten nicht mehr zu vergleichen sind (z.B. die Radiofrequenztherapie).-

Nicht nur Erwachsene, sondern auch Kinder können von Nasenspray abhängig werden. Eltern geben ihrem Kind zur Nacht ein abschwellendes Nasenspray über viele Wochen und tun damit ihrem Nachwuchs allerdings keinen Gefallen. Das Argument "Das Spray ist ja für Säuglinge" zieht dabei nicht. Salzhaltige Nasensprays sind bei Kindern eher zu empfehlen.

Ich habe speziell für diese Patienten einen Ratgeber entwickelt, der Sie durch die gefürchtete “Entwöhnung” begleitet. Sie erhalten auf über 60 Seiten wertvolle Informationen über die Nase, deren Funktion und lernen dieses wunderbare Organ besser zu verstehen.

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