Scharlach

Scharlach bei Kindern und Erwachsenen

Scharlach ist eine der bekannten typischen Kinder-Krankheiten. Sie tritt für gewöhnlich im Alter von 4-7 Jahre auf. Im Gegensatz zu den meisten anderen Kinderkrankheiten kann man allerdings mehrmals im Leben an Scharlach erkranken. Die in Frage kommenden Bakterien gehören der Klasse der Streptokokken an und kommen in vielerlei Variationen vor. Durch rechtzeitige Gabe von entsprechenden Antibiotika, können die viel gefürchteten Spätfolgen in der Regel ausgeschlossen werden.

Die Ansteckung erfolgt am Häufigsten über Tröpfcheninfektionen, kann aber auch durch Kontaktinfektionen (zum Beispiel beim Küssen)erfolgen. Des Weiteren kann Scharlach über offene Wunden in den Körper eindringen. Man spricht dann vom Wundscharlach.
Bei vielen Menschen bricht die Krankheit nie aus oder hat sich nach einer früheren Erkrankung verkapselt. Dadurch sind diese vermeintlich oder auch tatsächlich Gesunden die primäre Infektionsquelle.
Die Krankheit bricht nach der Infektion und einer Inkubationszeit von zwei bis vier Tagen aus.

Krankheitsverlauf / Symptome

Scharlach

Boris Ryaposov - Fotolia.com

Nach der Inkubationszeit zeigt sich die Krankheit zuerst durch Schüttelfrost, Fieber, Erbrechen und die Entzündung des Rachenraumes. Weitere klassische Symptome sind Schmerzen in Bauch und Kopf. Dabei ist der Rachen tiefrot gefärbt und die Mandeln sind geschwollen, was mit Schluckbeschwerden einher geht. Im weiteren Verlauf der Erkrankung an Scharlach belegt sich die Zunge zuerst weiß. Dieser weiße Belag löst sich aber nach einigen Tagen wieder und offenbart eine tiefrot gefärbte Zunge mit hervorstehenden Geschmacksknospen. Man nennt diese Erscheinung umgangssprachlich auch Erdbeer- oder Himbeerzunge.
Nach spätestens vier Tagen stellt sich dann der bekannte und charakteristische Hautausschlag ein. Dieser tritt vermehrt unter den Achseln und an der Leiste auf, kann sich allerdings über den ganzen Körper verteilen. Ausgespart bleibt aber auch dann immer der Bereich um Mund und Kinn, was dann umgangssprachlich als Milchbart bezeichnet wird.
Circa zwei Wochen nach Ausbruch der Krankheit tritt häufig auch eine Schuppung an den Fingern und Sohlen auf, welche auch eine nachträgliche Diagnose von Scharlach ermöglichen.
Die Intensität der Krankheit variiert von Fall zu Fall. Sie kann sehr schwer, mit heftigen Schmerzen, hohem Fieber und starkem Ausschlag ausfallen, oder auch fast symptomfrei an einem vorüber gehen. Immer ist jedoch eine Mandel- oder zumindest Rachenentzündung unter den Symptomen.

Mögliche Komplikationen

Als Komplikationen im Nachhinein der Erkrankung an Scharlach sind vor allem die so genannten Streptokokken-Folgeerkrankungen. Vor der Entdeckung des Penicillins führte die Erkrankung an Scharlach auch sehr häufig zum Tod und zu regelrechten Epidemien.
Die oben genannten Folgerkrankungen können unter Anderem Rheumatisches Fieber und immunologische Erkrankungen sein, die noch sechs Wochen nach der Genesung auftreten können. Ferner gibt es für Risikogruppen die Gefährdung weiterer Erkrankungen in der Folge einer Scharlacherkrankung, die aber bisher nicht eindeutig bewiesen werden konnten. Unter Ihnen zum Beispiel das bekannte Tourette-Syndrom.

Therapie

Zur Behandlung von Scharlach wir für Gewöhnlich Penicillin eingesetzt. Erst nach der Entdeckung dieses Medikamentes ging die Sterblichkeitsrate bei Scharlach in den einstelligen Prozentbereich zurück.
Eine Schutzimpfung gegen Scharlach gibt es allerdings nicht, da der Erreger oft mutiert, und eine Immunität immer nur gegen das Toxin des jeweiligen Erregers ausgebildet wird.

Therapie des Scharlachs

Zur Behandlung von Scharlach wir für Gewöhnlich Penicillin eingesetzt. Erst nach der Entdeckung dieses Medikamentes ging die Sterblichkeitsrate bei Scharlach in den einstelligen Prozentbereich zurück.
Eine Schutzimpfung gegen Scharlach gibt es allerdings nicht, da der Erreger oft mutiert, und eine Immunität immer nur gegen das Toxin des jeweiligen Erregers ausgebildet wird.

Bookmark and Share

Mumps Die Mumps ist eine Virusentzündung der Ohrspeicheldrüse.Das Mumpsvirus(früher als Paramyxovirus parotitisbezeichnet) ist ein nur beim Menschen vorkommendes Virus aus der Familie der so genanneten P...

Ohrspeicheldrüsenentzündung (Parotitis) Wenn beim Essen plötzlich die Wange anschwillt, oder vorne unter dem Ohr ein kleines "Ei" entsteht, dann kann es sich um eine akute Entzündung der Ohrspeicheldrüse (eitrige Parotitis) handeln. Sie ...

Soor = Pilz im Mund Brennen im Mund, ein weißer Belag auf der Zunge und Halsschmerzen können Symptome für eine Pilzerkrankung im Mund sein (= Soor). Unter allen Pilzerregern hat der Pilz Candida Albicans die größte ...

Mandelsteine Kleine weiße Stippchen in den Mandeln müssen nicht immer eine akute Mandelentzündung sein. Wenn keine starke Halsschmerzen vorliegen, können Tonsillensteine die Ursache sein. Sie gelegentlich klein...

Epipharyngitis Eine recht unbekannte Entzündung des Rachens insbesondere des Nasenrachens stellt die Epipharyngitis da. Es handelt sich dabei um eine Entzündung des lymphatische im Gewebe im Nasenrachens (Epiphar...

Scharlach - Mandelentzündung Scharlach ist eine der bekannten typischen Kinder-Krankheiten. Sie tritt für gewöhnlich im Alter von 4-7 Jahre auf. Im Gegensatz zu den meisten anderen Kinderkrankheiten kann man allerdings mehrmal...

chronische Mandelentzündung ( Tonsillitis ) Von einer chronischen Mandelentzündung spricht man, wenn sich Bakterien in den Mandeln (Tonsillitis) festgesetzt haben und ständig sich selbst oder Bakteriengifte (Toxine) in die Blutbahn abgeben. ...

Mandelentzündung - Tonsillitis- Angina Die Mandelentzündung (Tonsillitis) ist einer Erkrankung des Kinder und Jugendalters, jedoch tritt sie auch häufig noch im Erwachsenenalter auf. Verursacht wird die Mandelentzündung entweder durch V...

Mandelabszess Der Peritonsillarabszess ist eine Folgeerkrankung, entzündeter Mandeln und in vielen Fällen auf die Behandlung mit falschen oder falsch dosierten Medikamenten zurückzuführen. Was im Volksmund als M...

Pfeiffersches Drüsenfieber - Mononukleose Das Pfeifersche Drüsenfieber ist eine Erkrankung der Atemwege, kann aber auch Leber, Herz und Milz befallen. Hervorgerufen wird die in Fachkreisen Mononucleosis infectiosa genannte Krankheit durch ...

Kehlkopfentzündung - Laryngitis Die akute Kehlkopfentzündung (akute Laryngitis) ist in den meisten Fällen eine Virusinfektion. Sie tritt meistens, wie der Name schon sagt, sehr schnell auf und oft im Rahmen eines grippalen Infekt...

Rachenentzündung - Pharyngitis Kratzen im Hals, Halsschmerzen, kitzeliges Gefühl und Schluckbeschwerdensind Anzeichen für eine akute Rachenentzündung (Pharyngitis) . Die Schmerzen können zum Teil so stark sein, dass sie bis in d...

Glossitis Die Glossitis ist eine Erkrankung der Zunge, beziehungsweise der Zungenschleimhaut und des Zungenmuskels. Zu unterscheiden sind die akute und die chronische Glossitis, wobei die akute oftmals auch ...

Verätzungen und Verbrennungen im Mund und Rachenbe Verätzungen oder auch Verbrennungen im Bereich von Mund und Rachen oder der Speiseröhre gehören mit zu den schmerzhaftesten Erkrankungen beziehungsweise Verletzungen des HNO Bereichs. Auslöser dafü...

Recurrensparese Recurrensparese - Stimmbandlähmungen Die Lähmung der Stimmbänder (Recurrensparese) kann mehrere Gründe haben, meistens liegt ein Defekt auf neuraler Ebene vor. Im Allgemeinen unterscheidet man bei...

Speicheldrüsentumore Zur Erzeugung des für die Zerkleinerung der Nahrung und Beginn der Verdauung wichtigen Speichels besitzt der Mensch sechs Speicheldrüsen Sie sind unterteilt in die paarige Ohrspeicheldrüse, die paa...

Schilddrüsenknoten Die Schilddrüse Die Schilddrüse ist eines der Hormon produzierenden Organe und regelt durch die Hormonproduktion bei Neugeborenen die regelrechte Entwicklung von Organen. Auch beim erwachsenen Men...

Ranula Die Ranula ist eine Entzündung der Unterzungenspeicheldrüse. Dabei sammelt sich in einem der Ausg...

Zyste am Hals Halszysten, beziehungsweise Halsfisteln, sind angeborene Fehler bei der Ausbildung der Innereien des Halses. Man unterscheidet zwischen den medialen Halszysten und den branchiogenen. Bei der media...

(C) 2002-2013 HNO Praxis Dr. Dewes