Nasenscheidewand Septumplastik

Die Nasenscheidewand


Die Nasenscheidewandoperation

Hierbei handelt es sich um eine vom Patienten als unangenehm empfundene Operation. Die Operation selbst wird dabei gar nicht als so unangenehm empfunden. Die meisten Patienten haben jedoch vor der danach erforderlichen Tamponade Angst.

Die Operation der Nasenscheidewand (Septumplastik) ist eine Routineoperation im HNO Fachgebiet und meist dann erforderlich wenn man erhebliche Probleme der Nasenatmung hat oder unter wiederkehrenden Entzündungen der Nasennebenhöhlen und/oder des Rachens/Kehlkopf leidet. Viele Menschen lassen sich auch wegen des Schnarchens an der Nasenscheidewand operieren. Diesen sei gesagt, dass die Chancen einer Besserung unter 30 Prozent liegen! Wenn man jedoch schlecht Luft durch die Nase bekommt und sämtliche konservativen Verfahren versagt haben (Nasenpflege, Nasendusche), dann kann es ein segensreicher Eingriff sein. Ist die Nasenscheidewand nur gering verbogen, dann führe ich grundsätzlich zuerst einen Test mit Nasenspray durch. Bestätigt der Patient danach, dass er ausreichend Luft durch die Nase bekommt, dann sollte man zunächst die Nasenmuscheln verkleinern und abwarten, ob eine Septumoperation überhaupt noch notwendig ist. Die Verkleinerung der Nasenmuscheln ist deutlich weniger belastend für den Patienten (ambulante Operation in lokaler Betäubung möglich, nahezu schmerzfrei, in über 95 Prozent keine Tamponade der Nase notwendig)


Die Operation

Notwendig wird sie, wenn die Natur dafür gesorgt hat, dass die Nasenscheidewand massiv verbogen oder einfach zu dick ist. Hier bietet die Natur wahrhaft viele Variationen. Die Operation startet mit einem Schnitt im Nasenvorhof und der Darstellung der verbogenen Septumanteilen. Manche Kollegen führen diese Operation auch unter mikroskopischer Sicht durch. Danach werden die verbogenen Teile entweder entfernt, begradigt und wieder eingesetzt oder mit bestimmten Schnitttechniken entlastet. Gelegentlich ist auch notwendig Hammer und Meißel zu benutzen. Diese werden vor allem bei starken Verdickungen am Boden der Nase eingesetzt. Ist das Innere der Nase begradigt, erfolgt der Wundverschluss mit kleinen Nähten. Rechts und links wird noch eine kleine Silikonschiene in der Nase angepasst und zur Stabilisierung der Scheidewand, zur Vermeidung von Blutergüssen und Blutungen eine Tamponade in die Nase eingebracht. Diese bleibt je nach Operateur und OP- Verfahren 1-2 Tage in der Nase.
Die Septumschienen (Splints) bleibe 4-10 Tage in der Nase. Die Entfernung der Schienen ist jedoch nicht sehr schmerzhaft.


Nach der OP

Nach der Operation muss die Nase stets gepflegt werden. Am Anfang wird die Nase täglich abgesaugt und sollte alle zwei bis drei Stunden mit einer Salbe oder einer Emulsionn behandelt werden. Die Abstände zwischen den einzelnen Terminen werden immer länger und betragen nach einer Woche bereits zwei bis drei Tage. Der Patient sollte jedoch weiterhin auf eine intensive Nasepflege achten.

Folgendes Schema ist nach der ersten Woche 3x täglich zu empfehlen:

Nasendusche/Nasenspülung mit Meeres- oder Kristallsalzlösung (KEIN KOCHSALZ!)
Nasensalbe (z.B. Panthenol) und/oder Nasenemulsion (eigene Rezeptur)

Nase schnäuzen ist erst nach 2 Wochen durch behandelten HNO Arzt erlaubt


Der Nasenspray Test

In jedes Nasenloch 3-4 Sprühstöße eines handelsüblichen Nasensprays (z.B. Olynth 0,1%) – 10-15 Minuten warten - wenn der Patient jetzt ausreichend Luft durch die Nase bekommt, ist in den meisten Fällen eine moderne Nasenmuscheloperation ausreichend.


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