Die erste Frage von Patienten, die sich für die Bioresonanztherapie interessieren, lautet meistens: „Wie läuft das eigentlich ab? Was passiert in einer Sitzung, und was erwartet mich über die gesamte Behandlung hinweg?" Darauf möchte ich hier eine klare Antwort geben.
Dieser Artikel beschreibt den konkreten Behandlungsablauf von der ersten Sitzung der BASIS bis zur möglichen Nosodentherapie in Phase B. Eine allgemeine Einführung in die Methode finden Sie auf der Leistungsseite Bioresonanztherapie; wie sie speziell bei Allergien eingesetzt wird, lesen Sie im Beitrag Allergiebehandlung mit Medizinischer Bioresonanz. Hier geht es um das Praktische, also darum, was Sie erwartet, wenn Sie sich für eine Behandlung entscheiden.
Das Titelbild zeigt mich gemeinsam mit Dr. med. Gerhard Rummel, dem Entwickler des hier beschriebenen Behandlungsschemas. Dr. Rummel ist vor einigen Jahren verstorben. Ich führe seine Methode in meiner Praxis weiter, weil ich in meiner täglichen Arbeit sehe, dass sie für viele Patienten eine sinnvolle Ergänzung zur schulmedizinischen Behandlung sein kann. Dazu kommt, dass das Lebenswerk eines Kollegen, der diese Therapieform über Jahrzehnte entwickelt und weitergegeben hat, zu wertvoll ist, um in Vergessenheit zu geraten.
Bei welchen Erkrankungen ich die Bioresonanz unterstützend anwende
Die Bioresonanztherapie nach Dr. Rummel ist in meiner Praxis kein Ersatz für die schulmedizinische Diagnostik und Behandlung. Ich setze sie als unterstützende Ergänzung ein, und zwar bei Krankheitsbildern, die in den HNO-Bereich fallen und einen erkennbaren Bezug zum allergischen Formenkreis haben.
Allergien:
- Heuschnupfen (allergische Rhinitis, saisonal und ganzjährig)
- Hausstaubmilben-Allergie
- Tierhaar- und Schimmelpilz-Allergien
- Nahrungsmittel-Unverträglichkeiten mit HNO-Symptomatik (zum Beispiel orales Allergiesyndrom)
Chronische Erkrankungen der oberen und unteren Atemwege:
- Allergisches Asthma, ergänzend zur leitliniengerechten Asthma-Therapie
- Chronische Rhinosinusitis, insbesondere mit allergischem Anteil
- Wiederkehrende Schleimhautreizungen der Nase und Nasennebenhöhlen
Weitere HNO-Beschwerden im Umfeld allergischer und immunologischer Reaktionen:
- Rezidivierende Infekte der oberen Atemwege
- Tinnitus, bei dem nach Ausschluss anderer Ursachen ein allergisch-entzündlicher Bezug vermutet wird
- Hörminderung mit erkennbarem Bezug zu chronischen Schleimhautprozessen
In allen Fällen laufen die schulmedizinische Diagnostik (Pricktest, spezifisches IgE, Lungenfunktion, Endoskopie, Audiometrie und Tympanometrie) und die etablierte Therapie unverändert weiter. Die Bioresonanz tritt nicht an deren Stelle, ich biete sie parallel als komplementäre Maßnahme an. Ob sie für Sie in Frage kommt, klären wir gemeinsam in der Sprechstunde.
Vor der ersten Behandlung — Anamnese und Aufklärung
Am Anfang steht ein ausführliches Gespräch. Wir gehen Ihre aktuellen Beschwerden, die Vorgeschichte und frühere Behandlungen durch und, soweit es eine Rolle spielt, auch familiäre Belastungen.
Die Bioresonanztherapie ersetzt keine schulmedizinische Diagnostik. Ist Ihre Allergie noch nicht ausreichend abgeklärt, holen wir das parallel nach, mit Pricktest, spezifischer IgE-Bestimmung im Blut, bei Asthma einer Lungenfunktionsprüfung und bei chronischer Sinusitis gegebenenfalls einer Endoskopie. Diese Untersuchungen laufen unabhängig von der Bioresonanzbehandlung weiter. Das eine ergänzt das andere, ersetzt es aber nicht.
In der Aufklärung weise ich ausdrücklich darauf hin, dass die Bioresonanztherapie ein Verfahren der Erfahrungsheilkunde ist. Sie ist im Leistungskatalog der gesetzlichen Krankenversicherung nicht enthalten und wird als Selbstzahlerleistung erbracht. Patienten berichten von individuellen Erfahrungen; klinische Studien hierzu sind begrenzt. Diese Einordnung gehört zur ärztlichen Aufklärung, damit Sie eine informierte Entscheidung treffen können.
Die Idee hinter dem Rummel-Schema — warum gerade Milch, Weizen und Candida?
Damit Sie verstehen, warum das Schema so aussieht, wie es aussieht, hilft ein kurzer Blick auf das Konzept, das Dr. Rummel über viele Jahrzehnte praktischer Erfahrung entwickelt hat. Die folgenden Punkte beschreiben die theoretische Grundlage der Methode. Sie sind kein wissenschaftlich gesicherter Wirkmechanismus, sondern das Erklärungsmodell, auf dem die Behandlung aufbaut.
Das Identitätsprinzip — warum ausgerechnet Milch und Weizen?
Dass das Schema mit Milch und Weizen arbeitet, verwundert auf den ersten Blick. Wer an klassische Allergene wie Pollen oder Hausstaub denkt, hat diese beiden Grundnahrungsmittel kaum „auf der Liste". Nach dem Konzept der Medizinischen Bioresonanz teilen alle Allergene eine gemeinsame Grundstruktur, ein „Informations-Modul", auf das das überreagierende Immunsystem anspringt. Milch und Weizen sind in unserer Ernährung tief verwurzelt und dem Körper aus dem alltäglichen Kontakt sehr vertraut. Sie werden deshalb als stellvertretende Informationsträger für die Vielzahl möglicher Allergene eingesetzt und nicht als spezifische Allergie-Auslöser.1
Das hat einen praktischen Vorteil. Statt jedes einzelne Allergen (Birkenpollen, Hausstaubmilbe, Katzenhaar, Schimmelpilz, etc.) separat zu therapieren, soll die wiederholte invertierte Übertragung von Milch und Weizen die zugrundeliegende Reaktionsbereitschaft des Immunsystems insgesamt adressieren. Die Behandlung lässt sich dadurch ohne aufwendige Allergie-Tests beginnen. Und weil das Schema für alle Patienten weitgehend identisch bleibt, lässt sich der Verlauf leichter beurteilen.
Der allergische Formenkreis
Dr. Rummel beobachtete in seiner Praxis, dass viele scheinbar unterschiedliche chronische Erkrankungen in ihrem Kern denselben immunologischen Mechanismus teilen, nämlich eine Fehlregulation der Abwehr. Dazu zählte er Heuschnupfen, Neurodermitis, allergisches Asthma, chronische Sinusitis, manche Tinnitus-Formen und wiederkehrende Infekte. Je nachdem, welches Organ vorrangig betroffen ist, zeigt sich die Reaktion in einer anderen Form, der Grundprozess ist aus Sicht der Methode aber derselbe. Dieser Gedanke des „allergischen Formenkreises" begründet, warum eine Behandlungsserie nach dem Konzept mehrere Beschwerdebilder gleichzeitig ansprechen kann. Dabei handelt es sich um Rummels erfahrungsmedizinisches Modell und nicht um eine wissenschaftlich gesicherte gemeinsame Ursache dieser Erkrankungen.
Allergie als „erlernter" Reflex
Allergische Reaktionsmuster bilden sich über Jahre, oft Jahrzehnte heraus. Vereinfacht gesagt hat das Immunsystem gelernt, auf einen eigentlich harmlosen Reiz überzureagieren. Dr. Rummel verstand die Allergie als einen Reflex, der trainiert wurde und durch wiederholte „Gegen-Information" Schritt für Schritt verlernt werden soll. Für das Schema folgt daraus, dass eine einzelne Sitzung nicht reicht. Die wiederholte Behandlung mit ausreichenden Abständen soll dem Körper nach diesem Konzept Zeit geben, seine Reaktion neu auszurichten.1
Warum die Candida-Therapie alle vier Wochen?
In Dr. Rummels Konzept spielt eine chronische Candida-Besiedlung des Darms eine besondere Rolle. Sie soll das Immunsystem dauerhaft reizen und dessen Selbstregulation erschweren. Die drei Candida-Sitzungen in Woche 6, 10 und 14 unterbrechen deshalb die Milch-/Weizen-Sequenz und sollen diese Zusatzbelastung gezielt mitbehandeln. Erst wenn das Allergie- und das Candida-Programm zusammen wirken konnten, ist nach diesem Verständnis die Grundlage für Phase B gelegt.
Warum Phase B mit Nosoden?
Dr. Rummel schrieb durchgemachten Virus- und Bakterieninfektionen innerhalb seines Modells eine besondere Bedeutung zu. Wenn nach der BASIS noch Beschwerden bestehen, kann deshalb Phase B mit einer individuell ausgewählten Nosode folgen. Laborwerte können dabei ergänzend betrachtet werden, beweisen allein aber keine aktive chronische Infektion.2
Aus diesem Erklärungsmodell ergeben sich die genaue Reihenfolge, die Zahl der Sitzungen und die Pausen des Schemas. Es ersetzt keine schulmedizinische Erklärung der zugrundeliegenden Erkrankungen. Es ergänzt sie um eine eigene, in jahrzehntelanger ärztlicher Praxis entwickelte Sichtweise.
Phase A — die BASIS mit höchstens 15 Sitzungen
Phase A ist das Herzstück der Behandlung. Sie folgt dem von Dr. med. Gerhard Rummel entwickelten standardisierten Schema mit höchstens 15 Sitzungen.1
Aufbau der 15 Sitzungen
Bei vollständiger Durchführung besteht die BASIS aus 15 Terminen. Den größten Teil bildet die Milch-/Weizen-Therapie, eingestreut sind drei Amphomoronal-Sitzungen in Woche 6, 10 und 14:
| Woche | Therapie | Dauer (Erwachsene) | Dauer (Kinder) |
|---|---|---|---|
| 1–5 | Milch und Weizen | je 2 × 8 Minuten | je 2 × 5 Minuten |
| 6 | Candida (Amphotericin) | 15 Minuten | 5 Minuten |
| 7–9 | Milch und Weizen | je 2 × 8 Minuten | je 2 × 5 Minuten |
| 10 | Candida (Amphotericin) | 15 Minuten | 5 Minuten |
| 11–13 | Milch und Weizen | je 2 × 8 Minuten | je 2 × 5 Minuten |
| 14 | Candida (Amphotericin) | 15 Minuten | 5 Minuten |
| 15 | Milch und Weizen | 2 × 8 Minuten | 2 × 5 Minuten |
Bei vollständiger Durchführung ergibt das 12 Milch-/Weizen-Sitzungen und 3 Candida-Sitzungen.
Was passiert in einer Milch-/Weizen-Sitzung? In den ersten 8 Minuten liegt eine Milchampulle (Kuhmilch) im Eingangsbecher des BICOM-Geräts, in den zweiten 8 Minuten eine Weizenampulle. Beide werden nach dem Konzept der Methode stellvertretend für eine Vielzahl von Allergenen eingesetzt und sollen das Immunsystem regulieren.1
Was passiert in einer Candida-Sitzung? Hier liegt eine Amphotericin-Ampulle (ein Antimykotikum) im Eingangsbecher. Das Programm zielt nach dem Behandlungskonzept auf eine Reduktion einer Candida-Besiedlung des Darms und die Unterstützung der Darmflora.1
Wie eine Sitzung konkret abläuft
Sie liegen entspannt auf einer Behandlungsliege. Der Kontakt mit dem BICOM-Gerät erfolgt über eine Modulationsmatte auf dem Bauch; bei Bedarf kommen zusätzlich Kugelelektroden hinzu, die Sie in der Hand halten.1 Die Sitzung ist vollständig schmerzfrei. Es gibt weder Strahlung noch Injektionen, und es wird nicht in den Körper eingegriffen.
Die reine Behandlungszeit beträgt 16 Minuten bei den Milch-/Weizen-Sitzungen und 15 Minuten bei den Candida-Sitzungen (Erwachsene); bei Kindern entsprechend kürzer. Hinzu kommt Zeit für die Vorbereitung und kurze Anschlussgespräche. Danach können Sie direkt nach Hause fahren, zur Arbeit gehen und Ihren Alltag wie gewohnt fortsetzen.
Zwischen zwei Sitzungen liegt mindestens eine Woche, kürzere Abstände sind nicht sinnvoll. Längere Abstände und Unterbrechungen sind dagegen möglich. Die Behandlung kann anschließend an der erreichten Stelle fortgesetzt werden.
Dr. Rummel bezeichnete 15 Sitzungen als Höchstzahl der BASIS. Entscheidend sind die Beschwerden und der dokumentierte Verlauf. Ist das vorher festgelegte Therapieziel bereits früher klar und stabil erreicht, kann die BASIS vor Sitzung 15 beendet werden.
Was Sie zwischen den Sitzungen beachten sollten
Während einer Bioresonanztherapie müssen Sie nicht nur abwarten. Ein paar Verhaltensregeln helfen, den Behandlungsverlauf zu unterstützen.
Allergene meiden, aber nur die schweren: Ist bei Ihnen eine ernsthafte Allergie gegen bestimmte Nahrungsmittel bekannt, zum Beispiel gegen Nüsse oder bei entsprechender Sensibilisierung gegen Krustentiere, meiden Sie diese Allergene weiterhin konsequent, so wie Sie es ohnehin tun. Mit der Bioresonanz hat das nichts zu tun, das ist einfach medizinische Vernunft. Ansonsten essen Sie ganz normal. Ein pauschaler Verzicht auf Milch oder Weizen ist während der gesamten Phase A nicht erforderlich. Auch das gehört zu den Grundprinzipien des Rummel-Schemas.
Reichlich trinken: Ausreichende Flüssigkeitszufuhr unterstützt die Ausleitung. Wasser und ungesüßte Tees sind ideal.
Medikamente NICHT absetzen: Das ist einer der wichtigsten Punkte. Alle laufenden Medikamente werden unverändert weitergeführt. Das gilt insbesondere für:
- Cortison-Spray bei Asthma (inhalative Kortikosteroide als Dauertherapie)
- Reliever-Spray (Salbutamol oder vergleichbare Bronchodilatatoren) bei Bedarf
- Antihistaminika bei akutem Heuschnupfen
- Adrenalin-Autoinjektor bei bekannter Anaphylaxie
Eine gleichzeitige schulmedizinische Medikation wird nicht abgesetzt. Wenn sich im Verlauf der Behandlung Ihre Beschwerden bessern, besprechen wir gemeinsam und schrittweise, ob und wann eine Anpassung der Medikation sinnvoll sein könnte. Das geschieht ärztlich begleitet und nie auf eigene Initiative.
Entscheidung über Phase B
Phase B ist keine automatische Fortsetzung. Sie wird nur erwogen, wenn nach der BASIS noch relevante Beschwerden bestehen.
Die Auswahl einer Nosode richtet sich nach Krankengeschichte, Beschwerden und Verlauf. Laboruntersuchungen können ergänzend sinnvoll sein. Ein erhöhter IgG-Wert allein beweist jedoch keine aktive chronische Infektion und entscheidet nicht automatisch über eine Behandlung.
Zu den in Dr. Rummels Unterlagen genannten Erregern gehören unter anderem:
- Herpesviren (Herpes simplex, Varizella-Zoster-Virus, Cytomegalievirus, Herpes-6)
- Epstein-Barr-Virus (EBV)
- Masern, Röteln, Mumps
- Parvovirus B19
- Polio
- Borrelia burgdorferi (Borreliose), FSME
- Toxoplasma gondii
- Pneumokokken, Bordetella pertussis (Keuchhusten)
Phase B — Nosodentherapie
Nosoden sind innerhalb der Homöopathie und Bioresonanz verwendete Präparate aus aufbereitetem biologischem Ausgangsmaterial. Bei der Behandlung liegt die ausgewählte Nosode im Eingangsbecher des Gerätes. Der Patient nimmt sie nicht ein.
Eine ausgewählte Nosode wird zweimal im Abstand von 14 Tagen behandelt. Danach folgen Amphomoronal und Milch/Weizen. Anschließend folgt eine sechswöchige Behandlungspause.
| Woche | Behandlung |
|---|---|
| 1 | ausgewählte Nosode |
| 2 | keine Behandlung |
| 3 | dieselbe Nosode erneut |
| 4 | keine Behandlung |
| 5 | Amphomoronal |
| 6 | Milch und Weizen |
| 7–12 | Behandlungspause |
Erst nach dieser Pause beginnt bei Bedarf ein neuer Block mit einer weiteren ärztlich ausgewählten Nosode. Nach Dr. Rummels Reihenfolge werden zunächst Viren, danach bei Bedarf Bakterien und später Candida berücksichtigt.
Was Patienten in der Praxis erleben — realistische Erwartungen
Die Bioresonanztherapie ist ein komplementäres Verfahren der Erfahrungsheilkunde. Sie ist kein Allheilmittel und kein Ersatz für die Schulmedizin, und ich möchte keine falschen Hoffnungen wecken.
In meiner Praxis sind die Erfahrungen der Patienten individuell verschieden. Manche berichten nach Phase A von einer spürbaren Verbesserung, sie schlafen ruhiger, die Nase ist freier oder der Juckreiz lässt nach. Andere bemerken erst nach Phase B eine Veränderung. Ein kleinerer Teil bemerkt wenig oder gar nichts.
Eine Garantie auf Beschwerdefreiheit gibt es nicht. Die Behandlung versteht sich als Ergänzung zur Schulmedizin, nicht als Ersatz. Wenn nach einer vollständigen Behandlungsserie keine Wirkung erkennbar ist, sage ich das offen, und wir besprechen gemeinsam, welche anderen Wege sinnvoll sind.
Was die Bioresonanz nicht ersetzt
Bitte lesen Sie diesen Abschnitt besonders aufmerksam.
Bei Asthma: Das Reliever-Spray (z. B. Salbutamol) bleibt bei einem Asthma-Anfall die unverzichtbare Notfallmaßnahme. Die inhalativen Kortikosteroide (ICS) als Dauertherapie sowie bei schwererem Asthma die ICS/LABA-Kombination bleiben unverändert. Das ist der Standard gemäß der Nationalen VersorgungsLeitlinie Asthma.3 Bioresonanz kann allenfalls ergänzend wirken; sie tritt nicht an die Stelle eines Asthma-Notfallsprays.
Bei allergischem Schock / Anaphylaxie: Wenn Sie einen Adrenalin-Autoinjektor (Epi-Pen oder vergleichbar) verschrieben bekommen haben, tragen Sie ihn weiter bei sich und verwenden ihn im Notfall sofort. Die Bioresonanztherapie ändert daran nichts.
Bei akutem Heuschnupfen-Schub: Antihistaminika und abschwellende Nasensprays bleiben erste Wahl für die akute Linderung, und das ist ausdrücklich so gewollt. Konkrete Akuthilfen habe ich im Beitrag Pollenallergie akut: Was beim Heuschnupfen wirklich hilft zusammengetragen. Die Bioresonanz wirkt regulativ über einen längeren Zeitraum und ist keine Sofortmaßnahme.
Bei chronischer Sinusitis: Wenn endoskopische Diagnostik oder ein operativer Eingriff indiziert sind, ersetzen diese Maßnahmen die Bioresonanz nicht und umgekehrt. Die leitliniengerechte Diagnostik und Therapie der chronischen Sinusitis folgt dem etablierten medizinischen Standard.4
Zur Hyposensibilisierung (Allergen-Immuntherapie): Die subkutane oder sublinguale Allergen-Immuntherapie (SCIT/SLIT) ist der wissenschaftlich anerkannte kausale Therapieansatz bei IgE-vermittelten Allergien und durch umfangreiche Studienlage belegt.5 Mehr dazu im Beitrag Hyposensibilisierung — Allergie ursächlich behandeln. Ob für Sie Bioresonanz, Hyposensibilisierung oder eine Kombination aus beidem sinnvoll ist, entscheiden wir individuell im Gespräch.
Kosten und Einordnung
Die Bioresonanztherapie ist im Leistungskatalog der gesetzlichen Krankenversicherung nicht enthalten und wird als Selbstzahlerleistung (IGeL) erbracht. Jede tatsächlich durchgeführte Behandlung kostet in meiner Praxis 20 Euro. Die Zahlung erfolgt unmittelbar nach jeder Behandlung. Es gibt keine Vorauszahlung und keinen Paketpreis. Weitere Angaben finden Sie auf der Leistungsseite Bioresonanz/BICOM.
Hinweis: Die Medizinische Bioresonanz nach Dr. Rummel ist ein Verfahren der Erfahrungsheilkunde. Sie ist schulmedizinisch nicht anerkannt, da randomisierte, placebokontrollierte Studien fehlen, und wird von den gesetzlichen Krankenkassen nicht erstattet. Die Behandlung ersetzt keine erforderliche schulmedizinische Diagnostik und Therapie. Bei Notfällen (Asthma-Anfall, anaphylaktische Reaktion) sind schulmedizinische Maßnahmen unmittelbar einzuleiten.
