„Wie läuft das eigentlich ab? Was passiert in einer Sitzung — und was erwartet mich über die gesamte Behandlung hinweg?" Das ist meistens die erste Frage, die Patienten stellen, wenn sie sich für die Bioresonanztherapie interessieren. Eine faire Frage, die eine klare Antwort verdient.
Dieser Artikel beschreibt den konkreten Behandlungsablauf: von der ersten Sitzung über Phase A und die Ruhephase bis hin zur Nosodentherapie in Phase B. Was die Methode ist und warum der sogenannte allergische Formenkreis eine Rolle spielt, habe ich in einem eigenen Beitrag erklärt — Allergiebehandlung nach dem Verfahren der Medizinischen Bioresonanz. Hier geht es um das Praktische: Was erwartet Sie, wenn Sie sich für eine Behandlung entscheiden?
Das Titelbild zeigt mich gemeinsam mit Dr. med. Gerhard Rummel, dem Entwickler des hier beschriebenen Behandlungsschemas. Dr. Rummel ist vor einigen Jahren verstorben. Ich führe seine Methode in meiner Praxis bewusst weiter — weil ich aus meiner täglichen Arbeit weiß, dass sie für viele Patienten eine sinnvolle Ergänzung zur schulmedizinischen Behandlung sein kann, und weil das Lebenswerk eines Kollegen, der diese Therapieform mit großer Sorgfalt entwickelt und über Jahrzehnte weitergegeben hat, zu wertvoll ist, um in Vergessenheit zu geraten.
Bei welchen Erkrankungen ich die Bioresonanz unterstützend anwende
Die Bioresonanztherapie nach Dr. Rummel ist in meiner Praxis kein Ersatz für die schulmedizinische Diagnostik und Behandlung, sondern eine unterstützende Ergänzung. Ich biete sie bei Krankheitsbildern an, die in den HNO-Bereich fallen und einen erkennbaren Bezug zum allergischen Formenkreis haben.
Allergien:
- Heuschnupfen (allergische Rhinitis, saisonal und ganzjährig)
- Hausstaubmilben-Allergie
- Tierhaar- und Schimmelpilz-Allergien
- Nahrungsmittel-Unverträglichkeiten mit HNO-Symptomatik (zum Beispiel orales Allergiesyndrom)
Chronische Erkrankungen der oberen und unteren Atemwege:
- Allergisches Asthma — ergänzend zur leitliniengerechten Asthma-Therapie
- Chronische Rhinosinusitis, insbesondere mit allergischem Anteil
- Wiederkehrende Schleimhautreizungen der Nase und Nasennebenhöhlen
Weitere HNO-Beschwerden im Umfeld allergischer und immunologischer Reaktionen:
- Rezidivierende Infekte der oberen Atemwege
- Tinnitus, bei dem nach Ausschluss anderer Ursachen ein allergisch-entzündlicher Bezug vermutet wird
- Hörminderung mit erkennbarem Bezug zu chronischen Schleimhautprozessen
In allen Fällen gilt: Die schulmedizinische Diagnostik (Pricktest, spezifisches IgE, Lungenfunktion, Endoskopie, Audiometrie und Tympanometrie) und die etablierte Therapie laufen unverändert weiter. Die Bioresonanz tritt nicht an deren Stelle, sondern wird parallel als komplementäre Maßnahme angeboten. Ob sie für Sie in Frage kommt, klären wir gemeinsam in der Sprechstunde.
Vor der ersten Behandlung — Anamnese und Aufklärung
Am Anfang steht ein ausführliches Gespräch. Wir gehen gemeinsam durch Ihre aktuellen Beschwerden, die Vorgeschichte, frühere Behandlungen und — soweit relevant — familiäre Belastungen. Das ist kein Schnellgespräch, sondern eine ernsthafte ärztliche Anamnese.
Wichtig dabei: Die Bioresonanztherapie ersetzt keine schulmedizinische Diagnostik. Wenn Ihre Allergie noch nicht ausreichend abgeklärt ist, klären wir das parallel — Pricktest, spezifische IgE-Bestimmung im Blut, bei Asthma eine Lungenfunktionsprüfung, bei chronischer Sinusitis gegebenenfalls eine Endoskopie. Diese Untersuchungen laufen weiter, unabhängig von der Bioresonanzbehandlung. Das eine ergänzt das andere, ersetzt es aber nicht.
In der Aufklärung weise ich ausdrücklich darauf hin, dass die Bioresonanztherapie ein Verfahren der Erfahrungsheilkunde ist. Sie ist im Leistungskatalog der gesetzlichen Krankenversicherung nicht enthalten und wird als Selbstzahlerleistung erbracht. Patienten berichten von individuellen Erfahrungen; klinische Studien hierzu sind begrenzt. Diese Einordnung gehört zur ärztlichen Sorgfaltspflicht — und ich halte sie für wichtig, damit Sie eine informierte Entscheidung treffen können.
Die Idee hinter dem Rummel-Schema — warum gerade Milch, Weizen und Candida?
Damit Sie verstehen, warum das Schema so aussieht, wie es aussieht, hilft ein kurzer Blick auf das Konzept, das Dr. Rummel über viele Jahrzehnte praktischer Erfahrung entwickelt hat. Die folgenden Punkte beschreiben die theoretische Grundlage der Methode — sie sind kein wissenschaftlich gesicherter Wirkmechanismus, sondern das Erklärungsmodell, auf dem die Behandlung aufbaut.
Das Identitätsprinzip — warum ausgerechnet Milch und Weizen?
Dass das Schema mit Milch und Weizen arbeitet — zwei Grundnahrungsmitteln, die niemand „auf der Liste" hat, wenn er an klassische Allergene wie Pollen oder Hausstaub denkt — verwundert auf den ersten Blick. Nach dem Konzept der Medizinischen Bioresonanz teilen alle Allergene eine gemeinsame Grundstruktur, ein „Informations-Modul", auf das das überreagierende Immunsystem anspringt. Milch und Weizen sind in unserer Ernährung tief verwurzelt und dem Körper aus dem alltäglichen Kontakt sehr vertraut. Sie werden deshalb nicht als spezifische Allergie-Auslöser eingesetzt, sondern als stellvertretende Informationsträger für die Vielzahl möglicher Allergene.1
Praktischer Vorteil: Statt jedes einzelne Allergen (Birkenpollen, Hausstaubmilbe, Katzenhaar, Schimmelpilz, etc.) separat zu therapieren, soll die wiederholte invertierte Übertragung von Milch und Weizen die zugrundeliegende Reaktionsbereitschaft des Immunsystems insgesamt adressieren. Die Behandlung lässt sich dadurch ohne aufwendige Allergie-Tests beginnen, und das Schema bleibt für alle Patienten weitgehend identisch — was die Beurteilung des Verlaufs erleichtert.
Der allergische Formenkreis
Dr. Rummel beobachtete in seiner Praxis, dass viele scheinbar unterschiedliche chronische Erkrankungen — Heuschnupfen, Neurodermitis, allergisches Asthma, chronische Sinusitis, manche Tinnitus-Formen, wiederkehrende Infekte — in ihrem Kern denselben immunologischen Mechanismus teilen: eine Fehlregulation der Abwehr. Je nachdem, welches Organ vorrangig betroffen ist, zeigt sich die Reaktion in einer anderen Form, der Grundprozess ist aus Sicht der Methode aber derselbe. Dieser Gedanke des „allergischen Formenkreises" begründet, warum eine einzige Behandlungsserie nach dem Konzept mehrere Beschwerdebilder gleichzeitig adressieren kann. Mehr Hintergrund dazu im Beitrag Allergiebehandlung nach dem Verfahren der Medizinischen Bioresonanz.
Allergie als „erlernter" Reflex
Allergische Reaktionsmuster bilden sich über Jahre, oft Jahrzehnte heraus — vereinfacht gesagt: Das Immunsystem hat gelernt, auf einen eigentlich harmlosen Reiz überzureagieren. Dr. Rummel verstand die Allergie als einen Reflex, der trainiert wurde und durch wiederholte „Gegen-Information" Schritt für Schritt verlernt werden soll. Daraus ergibt sich die zentrale Konsequenz für das Schema: Eine einzelne Sitzung reicht nicht. Erst die wöchentliche Wiederholung über 15 Wochen schafft die Voraussetzung, dass der Körper diese eingeübten Muster nach dem Konzept neu ausrichten kann.1
Warum die Candida-Therapie alle vier Wochen?
In Dr. Rummels Konzept spielt eine chronische Candida-Besiedlung des Darms eine besondere Rolle. Sie soll das Immunsystem dauerhaft reizen und dessen Selbstregulation erschweren. Die drei Candida-Sitzungen in Woche 6, 10 und 14 unterbrechen deshalb die Milch-/Weizen-Sequenz und sollen diese Zusatzbelastung gezielt mitbehandeln. Erst wenn das Allergie- und das Candida-Programm zusammen wirken konnten, ist nach diesem Verständnis die Grundlage für Phase B gelegt.
Warum Phase B mit Nosoden?
Chronische Virusbelastungen — etwa nach durchgemachten Erkrankungen wie EBV, Herpes oder Cytomegalie — halten das Immunsystem nach dem Konzept dauerhaft in einer Art Alarmbereitschaft. Phase B richtet sich gezielt gegen diese individuelle „Restbelastung", die der Bluttest sichtbar macht. Die Reihenfolge Virus-Nosode → Milch/Weizen → Amphotericin in jedem 3er-Block soll dabei den Effekt von Phase A absichern und vertiefen.2
Dieses Erklärungsmodell ist die Grundlage, warum das Schema die genaue Reihenfolge, die Zahl der Sitzungen und die Pausen so vorsieht. Es ersetzt keine schulmedizinische Erklärung der zugrundeliegenden Erkrankungen — es ergänzt sie um eine eigene, in jahrzehntelanger ärztlicher Praxis entwickelte Sichtweise.
Phase A — die Basistherapie (15 Sitzungen über 15 Wochen)
Phase A ist das Herzstück der Behandlung. Sie folgt dem von Dr. med. Gerhard Rummel entwickelten standardisierten Schema mit 15 wöchentlichen Sitzungen.1
Aufbau der 15 Sitzungen
Die Behandlung läuft über 15 Wochen mit einem Termin pro Woche. Den größten Teil bildet die Milch-/Weizen-Therapie, eingestreut sind drei Candida-Sitzungen in Woche 6, 10 und 14:
| Woche | Therapie | Dauer (Erwachsene) | Dauer (Kinder) |
|---|---|---|---|
| 1–5 | Milch und Weizen | je 2 × 8 Minuten | je 2 × 5 Minuten |
| 6 | Candida (Amphotericin) | 15 Minuten | 5 Minuten |
| 7–9 | Milch und Weizen | je 2 × 8 Minuten | je 2 × 5 Minuten |
| 10 | Candida (Amphotericin) | 15 Minuten | 5 Minuten |
| 11–13 | Milch und Weizen | je 2 × 8 Minuten | je 2 × 5 Minuten |
| 14 | Candida (Amphotericin) | 15 Minuten | 5 Minuten |
| 15 | Milch und Weizen | 2 × 8 Minuten | 2 × 5 Minuten |
Das ergibt insgesamt 12 Milch-/Weizen-Sitzungen und 3 Candida-Sitzungen, zusammen 15 Termine in 15 Wochen.
Was passiert in einer Milch-/Weizen-Sitzung? In den ersten 8 Minuten liegt eine Milchampulle (Kuhmilch) im Eingangsbecher des BICOM-Geräts, in den zweiten 8 Minuten eine Weizenampulle. Beide werden nach dem Konzept der Methode stellvertretend für eine Vielzahl von Allergenen eingesetzt und sollen das Immunsystem regulieren.1
Was passiert in einer Candida-Sitzung? Hier liegt eine Amphotericin-Ampulle (ein Antimykotikum) im Eingangsbecher. Das Programm zielt nach dem Behandlungskonzept auf eine Reduktion einer Candida-Besiedlung des Darms und die Unterstützung der Darmflora.1
Wie eine Sitzung konkret abläuft
Sie liegen entspannt auf einer Behandlungsliege. Der Kontakt mit dem BICOM-Gerät erfolgt über eine Modulationsmatte auf dem Bauch; bei Bedarf kommen zusätzlich Kugelelektroden hinzu, die Sie in der Hand halten.1 Die Sitzung ist vollständig schmerzfrei; es gibt weder Strahlung noch Injektionen noch irgendeine Invasivität.
Die reine Behandlungszeit beträgt 16 Minuten bei den Milch-/Weizen-Sitzungen und 15 Minuten bei den Candida-Sitzungen (Erwachsene); bei Kindern entsprechend kürzer. Hinzu kommt Zeit für die Vorbereitung und kurze Anschlussgespräche. Danach können Sie unmittelbar nach Hause fahren, arbeiten gehen oder alle normalen Alltagsaktivitäten aufnehmen.
Abstand zwischen den Sitzungen: eine Woche. Kürzere Abstände sind nicht sinnvoll, denn der Körper braucht Zeit zur Regulation. Längere Abstände sind ohne weiteres möglich.
Was Sie zwischen den Sitzungen beachten sollten
Die Bioresonanztherapie ist keine Behandlung, bei der Sie passiv warten. Ein paar Verhaltensregeln helfen, den Behandlungsverlauf zu unterstützen.
Allergene meiden — aber nur die schweren: Wenn bei Ihnen eine ernsthafte Allergie gegen bestimmte Nahrungsmittel bekannt ist — zum Beispiel Nüsse bei Nussallergie oder Krustentiere bei entsprechender Sensibilisierung —, gilt: Diese Allergene weiterhin konsequent meiden, so wie Sie es ohnehin tun. Das hat nichts mit der Bioresonanz zu tun, sondern ist einfach medizinische Vernunft. Für alle anderen Lebensmittel gilt: normale Ernährung. Kein pauschaler Milch- oder Weizenverzicht während der gesamten Phase A ist erforderlich — das gehört zu den Grundprinzipien des Rummel-Schemas.
Reichlich trinken: Ausreichende Flüssigkeitszufuhr unterstützt die Ausleitung. Wasser und ungesüßte Tees sind ideal.
Medikamente NICHT absetzen: Das ist einer der wichtigsten Punkte. Alle laufenden Medikamente werden unverändert weitergeführt. Das gilt insbesondere für:
- Cortison-Spray bei Asthma (inhalative Kortikosteroide als Dauertherapie)
- Reliever-Spray (Salbutamol oder vergleichbare Bronchodilatatoren) bei Bedarf
- Antihistaminika bei akutem Heuschnupfen
- Adrenalin-Autoinjektor bei bekannter Anaphylaxie
Eine gleichzeitige schulmedizinische Medikation wird nicht abgesetzt. Wenn sich im Verlauf der Behandlung Ihre Beschwerden bessern, besprechen wir gemeinsam und schrittweise, ob und wann eine Anpassung der Medikation sinnvoll sein könnte — das geschieht ärztlich begleitet, nie auf eigene Initiative.
Die Ruhephase zwischen Phase A und Phase B
Nach Abschluss der 15 Sitzungen folgt eine Ruhephase von 4 bis 8 Wochen, je nach Befund und individuellem Ansprechen. Diese Pause ist kein Leerlauf, sondern ein aktiver Teil der Therapie: Der Körper braucht Zeit, das Immuntraining aus Phase A zu stabilisieren und zu integrieren.
In dieser Zeit beobachten Sie, wie sich Ihre Beschwerden entwickeln. Manche Patienten bemerken nach Phase A bereits eine deutliche Veränderung, andere noch kaum. Das ist kein Misserfolg — es gibt schlicht unterschiedliche Reaktionsgeschwindigkeiten, und Phase B ist genau dafür da.
Bluttest vor Phase B — die Grundlage der Nosodentherapie
Bevor Phase B beginnt, wird ein Bluttest veranlasst. Bestimmt werden IgG-Antikörper gegen bis zu 15 viral- und bakterielle Parameter, unter anderem:2
- Herpesviren (Herpes simplex, Varizella-Zoster-Virus, Cytomegalievirus, Herpes-6)
- Epstein-Barr-Virus (EBV)
- Masern, Röteln, Mumps
- Parvovirus B19
- Polio
- Borrelia burgdorferi (Borreliose), FSME
- Toxoplasma gondii
- Pneumokokken, Bordetella pertussis (Keuchhusten)
Die IgG-Bestimmung gibt Hinweise darauf, welche chronischen Belastungen das Immunsystem zusätzlich beschäftigen. Auf Grundlage dieses Befunds wird Phase B individuell zusammengestellt: Nicht jeder Patient braucht jede mögliche Nosode.
Phase B — Nosodentherapie
Phase B richtet sich gegen chronische Virusbelastungen, die das Immunsystem dauerhaft reizen können. Pro identifizierter Belastung werden genau 3 Sitzungen durchgeführt — immer nach demselben Muster:2
| Sitzung | Eingangsbecher |
|---|---|
| 1 | Virus-Nosode (z. B. EBV-Nosode) |
| 2 | Milch/Weizen |
| 3 | Amphotericin |
Dieses 3er-Muster wiederholt sich für jede weitere relevante Belastung. Wenn der Bluttest zwei oder drei erhöhte Belastungen zeigt, umfasst Phase B entsprechend 6 oder 9 Sitzungen. Die Gesamtdauer hängt damit unmittelbar vom Blutbefund ab — eine Gesamtzahl lässt sich vorab nicht pauschal nennen.
Was Patienten in der Praxis erleben — realistische Erwartungen
Ich möchte keine falschen Hoffnungen wecken. Die Bioresonanztherapie ist ein komplementäres Verfahren der Erfahrungsheilkunde — kein Allheilmittel und kein Ersatz für die Schulmedizin.
Was ich aus meiner Praxis berichte: Die Erfahrungen der Patienten sind individuell verschieden. Manche berichten nach Phase A von einer spürbaren Verbesserung — ruhigere Nächte, freiere Nase, weniger Juckreiz. Andere bemerken erst nach Phase B eine Veränderung. Ein kleinerer Teil bemerkt wenig oder gar nichts. Das ist ehrlich.
Wichtig: Es gibt keine Garantie auf Beschwerdefreiheit. Die Behandlung versteht sich als Ergänzung zur Schulmedizin, nicht als Ersatz. Wenn nach einer vollständigen Behandlungsserie keine Wirkung erkennbar ist, sage ich das offen — und wir besprechen gemeinsam, welche anderen Wege sinnvoll sind.
Was die Bioresonanz nicht ersetzt
Dieser Abschnitt ist mir besonders wichtig, und ich bitte Sie, ihn aufmerksam zu lesen.
Bei Asthma: Das Reliever-Spray (z. B. Salbutamol) bleibt bei einem Asthma-Anfall die unverzichtbare Notfallmaßnahme. Die inhalativen Kortikosteroide (ICS) als Dauertherapie sowie bei schwererem Asthma die ICS/LABA-Kombination bleiben unverändert — das ist der Standard gemäß der Nationalen VersorgungsLeitlinie Asthma.3 Bioresonanz kann allenfalls ergänzend wirken; sie tritt nicht an die Stelle eines Asthma-Notfallsprays.
Bei allergischem Schock / Anaphylaxie: Wenn Sie einen Adrenalin-Autoinjektor (Epi-Pen oder vergleichbar) verschrieben bekommen haben, tragen Sie ihn weiter bei sich und verwenden ihn im Notfall sofort. Die Bioresonanztherapie ändert daran nichts.
Bei akutem Heuschnupfen-Schub: Antihistaminika und abschwellende Nasensprays bleiben erste Wahl für die akute Linderung — und das ist ausdrücklich gewollt. Konkrete Akuthilfen habe ich im Beitrag Pollenallergie akut: Was beim Heuschnupfen wirklich hilft zusammengetragen. Die Bioresonanz wirkt regulativ über einen längeren Zeitraum, nicht als Sofortmaßnahme.
Bei chronischer Sinusitis: Wenn endoskopische Diagnostik oder ein operativer Eingriff indiziert sind, ersetzen diese Maßnahmen die Bioresonanz nicht und umgekehrt. Die leitliniengerechte Diagnostik und Therapie der chronischen Sinusitis folgt dem etablierten medizinischen Standard.4
Zur Hyposensibilisierung (Allergen-Immuntherapie): Die subkutane oder sublinguale Allergen-Immuntherapie (SCIT/SLIT) ist der wissenschaftlich anerkannte kausale Therapieansatz bei IgE-vermittelten Allergien und durch umfangreiche Studienlage belegt.5 Mehr dazu im Beitrag Hyposensibilisierung — Allergie ursächlich behandeln. Ob Bioresonanz, Hyposensibilisierung oder eine Kombination aus beidem für Sie sinnvoll ist, klären wir im Gespräch — das ist eine individuelle Entscheidung.
Kosten und Einordnung
Die Bioresonanztherapie ist im Leistungskatalog der gesetzlichen Krankenversicherung nicht enthalten und wird als Selbstzahlerleistung (IGeL) erbracht. Konkrete Angaben zu Kosten und Abrechnungsmodalitäten finden Sie auf der Leistungsseite Bioresonanz/BICOM.
Häufige Fragen
Wie viele Sitzungen brauche ich insgesamt?
Phase A umfasst 15 Sitzungen über 15 Wochen. Ob und wie viele Phase-B-Sitzungen folgen, hängt vom Blutbefund ab — pro identifizierter Virusbelastung sind 3 zusätzliche Sitzungen vorgesehen. Insgesamt sind 18 bis 30 Sitzungen ein realistischer Rahmen für viele Patienten; bei komplexeren Krankheitsbildern kann es mehr sein.
Nach wie vielen Sitzungen kann ich erste Verbesserungen erwarten?
Das ist individuell sehr unterschiedlich. Einige Patienten bemerken bereits nach den Sitzungen 3–5 (Mitte Phase A) erste Veränderungen — besserer Schlaf, freiere Nase, weniger Juckreiz. Andere beobachten eine Verbesserung erst nach Abschluss von Phase A oder im Verlauf von Phase B. Patienten berichten häufig erst nach mehreren Monaten von einer stabileren Symptomlage. Geduld ist kein Schwäche-Zeichen, sondern integraler Teil der Therapie-Logik.
Tut die Behandlung weh?
Nein. Die Behandlung ist vollständig schmerzfrei. Sie liegen entspannt auf einer Liege; der Kontakt zum BICOM-Gerät erfolgt über eine weiche Magnetfeldmatte und Handapplikatoren. Es gibt keine Injektionen, keine Strahlung, keine Invasivität.
Kann ich meine Medikamente absetzen?
Nein — auf keinen Fall auf eigene Initiative. Alle laufenden Medikamente werden wie gewohnt weitergeführt. Falls sich Ihre Beschwerden im Verlauf der Behandlung verbessern und eine Anpassung der Medikation sinnvoll erscheint, besprechen wir das gemeinsam ärztlich.
Übernimmt die Krankenkasse die Kosten?
Gesetzliche Krankenkassen übernehmen die Kosten nicht, da die Bioresonanztherapie keine Kassenleistung ist. Privat Versicherte können je nach Tarif eine teilweise oder vollständige Kostenerstattung erhalten. Näheres dazu auf der Leistungsseite.
Was ist, wenn ich keine klare Besserung bemerke?
Wenn nach einer vollständigen Behandlungsserie keine erkennbare Wirkung eingetreten ist, sage ich das offen. Dann besprechen wir gemeinsam, welche schulmedizinischen oder anderen komplementären Wege als nächstes sinnvoll sein könnten. Bioresonanz ist nicht der einzige Weg — und sie ist nicht für jeden Patienten der richtige.
Können Kinder mit Bioresonanz behandelt werden?
Ja. Bei Kindern werden die Sitzungen kürzer durchgeführt — Milch/Weizen je 2 × 5 Minuten statt 2 × 8 Minuten, Candida-Sitzung 5 Minuten statt 15 Minuten. Die Struktur der 15 Wochen bleibt identisch. Der Bluttest vor Phase B wird altersgerecht durchgeführt.
Hinweis: Die Medizinische Bioresonanz nach Dr. Rummel ist ein Verfahren der Erfahrungsheilkunde. Sie ist schulmedizinisch nicht anerkannt, da randomisierte, placebokontrollierte Studien fehlen, und wird von den gesetzlichen Krankenkassen nicht erstattet. Die Behandlung ersetzt keine erforderliche schulmedizinische Diagnostik und Therapie. Bei Notfällen (Asthma-Anfall, anaphylaktische Reaktion) sind schulmedizinische Maßnahmen unmittelbar einzuleiten.
Rummel, Gerhard (†). Vereinfachte Therapie des Allergischen Formenkreises. Seminarskript zur Medizinischen Bioresonanz, 2015. Therapiesequenz A (Basistherapie) — wöchentliches 15-Sitzungen-Schema, Therapiezeiten 2 × 8 Minuten Erwachsene / 2 × 5 Minuten Kinder für Milch und Weizen, Candida-Therapie mit Amphotericin 15 Minuten Erwachsene / 5 Minuten Kinder in Woche 6, 10 und 14. ↩︎ ↩︎ ↩︎ ↩︎ ↩︎ ↩︎
Praxisprotokoll BICOM-Virentherapie nach Dr. Rummel — Phase B (Nosodentherapie). Laborblatt-Erreger-Liste (15 IgG-Parameter): VZV, EBV, CMV, Herpes simplex, Herpes 6, Masern, Röteln, Mumps, Parvovirus B19, Polio, Borrelia burgdorferi, FSME, Toxoplasma gondii, Pneumokokken, Bordetella pertussis. ↩︎ ↩︎ ↩︎
Bundesärztekammer / KBV / AWMF (Hrsg.). Nationale VersorgungsLeitlinie Asthma. Version 5. Berlin: BÄK/KBV/AWMF; August 2024. AWMF-Register nvl-002. Gültig bis 14. August 2029. ↩︎
Deutsche Gesellschaft für HNO-Heilkunde / DEGAM. S2k-Leitlinie Rhinosinusitis. AWMF-Register 017-049. — Hinweis: Die Leitlinie ist laut AWMF-Register derzeit als „abgelaufen" markiert; Nachfolgedokument noch nicht identifiziert. Verweis ist sinngemäß, nicht als aktuell gültiges Zitat zu verstehen. Bitte vor Veröffentlichung aktuelle Version prüfen. ↩︎
Pfaar O et al. Guideline on allergen immunotherapy in IgE-mediated allergic diseases. Allergologie select. 2022;6:167–232. AWMF-Register 061-004 (S2k). ↩︎
