Eine laufende Nase, tränende Augen und ständiges Niesen kennen viele Patienten mitten im Mai nur zu gut. Pollenallergie betrifft in Deutschland rund 15 Millionen Menschen, und im Saarland ist der Frühsommer besonders belastend: Birkenpollen, Esche und die ersten Gräserpollen fliegen teils gleichzeitig. Dieser Artikel gibt einen Überblick, was bei akuten Beschwerden hilft und wann sich der Gang zum HNO-Arzt lohnt. Außerdem geht es um die Rolle, die die Bioresonanztherapie ergänzend spielen kann.
Was ist eine Pollenallergie?
Heuschnupfen, medizinisch allergische Rhinitis, entsteht durch eine Überreaktion des Immunsystems auf Pollen. Eigentlich harmlose Eiweißstoffe werden vom Immunsystem als Bedrohung eingestuft. Es reagiert mit einer Entzündungsreaktion, die zu den bekannten Beschwerden führt: Niesen, wässriger Schnupfen, geschwollene Schleimhäute, gereizte Augen.
Im Saarland folgt die Pollensaison einem klaren Muster. Hasel und Erle starten im Winter, Birke und Esche dominieren das Frühjahr. Ab Mai übernehmen die Gräser, als häufigste und oft stärkste Auslöser, und fliegen bis in den Spätsommer. Wer auf mehrere Pollenarten reagiert, hat kaum pollenfreie Wochen. Die regionalen Besonderheiten der Pollensaison sind im Detail im Beitrag Gräserpollensaison im Saarland 2026 beschrieben.
Warum werden manche Beschwerden jedes Jahr schlimmer?
Unbehandelte allergische Erkrankungen können sich ausweiten. Ohne Therapie reagiert das Immunsystem mit der Zeit oft auf immer mehr Allergene. Der sogenannte Etagenwechsel beschreibt, wie sich die Entzündung von der Nase auf die Bronchien ausdehnen und zu allergischem Asthma führen kann. Eine frühzeitige Diagnose und Behandlung verringert dieses Risiko.
Wann sollten Sie zum HNO-Arzt?
Leichte Beschwerden lassen sich oft mit rezeptfreien Mitteln aus der Apotheke lindern. Bei den folgenden Zeichen sollten Sie die Beschwerden aber ärztlich untersuchen lassen:
- Beschwerden halten trotz Selbstmedikation länger als 10 Tage an
- Kurzatmigkeit, Husten oder Engegefühl in der Brust kommen hinzu
- Schlaf und Alltagsleistung sind deutlich beeinträchtigt
- Wiederkehrende Nasennebenhöhlenentzündungen oder Mittelohrentzündungen
- Abschwellendes Nasenspray wird täglich und unverzichtbar
Ein Allergietest beim HNO-Arzt, als Prick-Test an der Haut oder RAST-Test aus dem Blut, zeigt genau, auf welche Pollen Sie reagieren. Erst mit dieser Diagnose lässt sich eine gezielte Therapie planen.
Behandlungsoptionen beim HNO-Arzt
Medikamentöse Akuttherapie
Für die schnelle Linderung stehen mehrere Wirkstoffe zur Verfügung:
Antihistaminika blockieren den Botenstoff Histamin und reduzieren Niesen, Juckreiz und wässrigen Schnupfen. Neuere Präparate wie Bilastin sind gut verträglich und machen nicht mehr müde.
Kortikosteroide als Nasenspray wirken entzündungshemmend und helfen besonders bei anhaltender Nasenverstopfung. Ihre volle Wirkung entfalten sie erst nach wenigen Tagen. Deshalb sollten Sie früh damit beginnen und nicht erst, wenn die Beschwerden stark sind.
Kombinationspräparate aus Antihistaminikum und Kortison in einem Spray sind seit 2026 rezeptfrei erhältlich. Sie setzen bereits nach etwa 15 Minuten an und halten den ganzen Tag.
Augentropfen mit Antihistaminika oder Cromoglicinsäure helfen gezielt bei tränenden, juckenden Augen.
Diese Mittel lindern die Symptome zuverlässig, die Ursache der Allergie behandeln sie aber nicht.
Hyposensibilisierung: ursächliche Therapie
Die einzige Behandlung, die die allergische Fehlreaktion ursächlich angeht, ist die spezifische Immuntherapie, auch Hyposensibilisierung oder Desensibilisierung genannt. Das Immunsystem wird über mehrere Jahre schrittweise an das Allergen gewöhnt, bis eine dauerhafte Toleranz entsteht. Ziel ist es, die Beschwerden in den Folgejahren deutlich zu reduzieren oder vollständig zu beseitigen.
Zwei Formen stehen zur Verfügung:
- Subkutane Immuntherapie (SCIT): Injektionen unter die Haut, in der HNO-Praxis Dr. Dewes in Saarlouis durchgeführt
- Sublinguale Immuntherapie (SLIT): Tropfen oder Tabletten unter die Zunge, als Heimtherapie möglich
Die Kosten übernimmt die gesetzliche Krankenkasse. Der ideale Zeitpunkt für den Start ist außerhalb der laufenden Pollensaison, also Herbst oder Winter.
Bioresonanz als ergänzende Methode
In der HNO-Praxis Dr. Dewes wird seit vielen Jahren ergänzend die Bioresonanztherapie mit dem BICOM-Gerät eingesetzt. Dabei werden individuelle Körperinformationen des Patienten und allergenspezifische Signale in der Therapie genutzt.
Für die akute Pollensaison gibt es ein eigens entwickeltes 3-Sitzungen-Schema, das speziell auf Patienten mit aktiven Beschwerden abgestimmt ist. Jede Sitzung dauert etwa 40 bis 50 Minuten. Im ersten Schritt wird das Immunsystem grundlegend reguliert, erst danach folgt die spezifische Allergietherapie. Dieses zweistufige Vorgehen unterscheidet sich je nach Saisonphase: Bei aktiven Beschwerden steht die akute Entlastung im Vordergrund, außerhalb der Saison die vorbereitende Stabilisierung vor dem nächsten Pollenflug.
Die Bioresonanztherapie gehört zur Erfahrungsheilkunde. Ihre Wirksamkeit ist wissenschaftlich nicht im Sinne der evidenzbasierten Medizin belegt. Sie ersetzt keine notwendige medizinische Diagnostik oder Therapie und wird ausschließlich ergänzend eingesetzt.
In der Saison - oder außerhalb?
Bei der Allergietherapie hängt das Vorgehen vom Zeitpunkt ab.
| Zeitpunkt | Empfohlenes Vorgehen |
|---|---|
| Mitten in der Pollensaison | Akute Symptomtherapie, Bioresonanz-Akutschema |
| Außerhalb der Saison | Hyposensibilisierung starten, Bioresonanz präsaisonal |
Wer jetzt mit aktiven Beschwerden kommt, wird anders behandelt als jemand, der sich im Herbst auf die nächste Saison vorbereiten möchte. Beide Wege haben ihren Platz und können sich ergänzen.
Was Sie selbst tun können
Einige praktische Maßnahmen reduzieren die tägliche Pollenbelastung spürbar:
- Pollenflugvorhersage täglich prüfen, z.B. über pollenflug.de oder WetterOnline
- Fenster morgens geschlossen halten, denn Pollen fliegen besonders früh am Tag
- Nach Aufenthalten im Freien Haare waschen und Kleidung wechseln
- Schlafzimmer pollenfrei halten, Bettwäsche häufig waschen
- Nasendusche mit isotoner Salzlösung regelmäßig anwenden, sie reinigt die Schleimhaut mechanisch
- Bei starkem Pollenflug Brille statt Kontaktlinsen tragen
- Nasse Haare nie im Freien trocknen lassen
Wenn Heuschnupfen oder Pollenallergie Sie Jahr für Jahr plagen, stehen Ihnen in der HNO-Praxis Dr. Dewes in Saarlouis Allergietestung, medikamentöse Therapie, Hyposensibilisierung und ergänzende Bioresonanztherapie zur Verfügung. Einen Termin vereinbaren Sie online unter drdewes.de/online-termine oder telefonisch unter 06831 2055.
