Chronischer Schnupfen, juckende Augen, Reizhusten — hinter diesen Beschwerden steckt häufig eine Allergie. Viele Betroffene leiden jahrelang, ohne den eigentlichen Auslöser zu kennen. Eine gezielte Abklärung beim HNO-Arzt ist der erste und entscheidende Schritt.
Als Facharzt für Hals-Nasen-Ohrenheilkunde biete ich in Saarlouis eine umfassende Allergiediagnostik und ein breites Therapiespektrum — schulmedizinisch fundiert und bei Bedarf ergänzt durch komplementäre Verfahren.
Allergiediagnostik
Am Anfang steht immer eine sorgfältige Anamnese: Wann treten die Beschwerden auf? In welchen Situationen? Gibt es erkennbare Auslöser? Darauf aufbauend wähle ich die passenden Testverfahren aus.
Pricktest
Der Pricktest ist der bewährteste Hauttest zur schnellen Überprüfung häufiger Allergene: Hausstaubmilben, Pollen (Bäume, Gräser, Kräuter), Tierhaare, Schimmelpilze. Das Ergebnis liegt nach etwa 20 Minuten vor — unkompliziert und gut verträglich.
Blutuntersuchung (spezifisches IgE)
Die Bestimmung allergenspezifischer Antikörper im Blut (früher: RAST-Test) ergänzt den Hauttest oder kommt zum Einsatz, wenn dieser nicht möglich ist. Besonders bei mehreren möglichen Auslösern erlaubt sie eine differenzierte Auswertung.
Molekulare Allergiediagnostik (CCD-Panel)
Bei komplexen Allergiebildern kann eine molekulare Aufschlüsselung der Allergenkomponenten sinnvoll sein. Sie hilft, echte Sensibilisierungen von Kreuzreaktionen zu unterscheiden — und damit die Therapieentscheidung auf eine solide Basis zu stellen.
Häufige Allergien im Überblick
Pollenallergie (Heuschnupfen)
Saisonale Beschwerden, je nach Pollenflug von den Frühblühern im Februar bis in den Spätsommer. Eine Hyposensibilisierung ist hier oft sehr wirksam und sollte idealerweise außerhalb der Pollensaison begonnen werden.
Hausstauballergie
Ganzjährige Beschwerden, häufig nachts und morgens besonders ausgeprägt. Neben der medizinischen Therapie spielen Maßnahmen in der häuslichen Umgebung eine wichtige Rolle — z. B. spezielle Matratzenbezüge und regelmäßiges Lüften.
Tierhaarallergie
Wird häufig unterschätzt. Beschwerden können auch ohne direkten Tierkontakt auftreten, da Allergene lange in Räumen oder an Kleidung haften. Manchmal zeigen sich Symptome erst Stunden nach dem Kontakt.
Schimmelpilzallergie
Oft schwer zu erkennen, da die Belastung nicht sichtbar ist. Beschwerden treten meist ganzjährig auf. Da eine spezifische Immuntherapie bei Schimmelpilzen in der Regel nicht zur Verfügung steht, kann ergänzend die Bioresonanztherapie eingesetzt werden.
Wann sollten Sie zum HNO?
Nicht jeder Schnupfen ist eine Erkältung. Ein Besuch lohnt sich, wenn:
- Ihre Beschwerden saisonal wiederkehren oder sich beim Aufenthalt in bestimmten Räumen verschlimmern
- die Nase dauerhaft verstopft ist oder läuft
- Sie morgens direkt nach dem Aufwachen niesen müssen
- tränende, juckende Augen, Reizhusten oder Schlafstörungen dazukommen
- eine bisherige Behandlung keine Verbesserung gebracht hat
Therapie
Spezifische Immuntherapie (Hyposensibilisierung)
Die Hyposensibilisierung ist die einzige Behandlung, die nicht nur Symptome lindert, sondern die allergische Reaktion langfristig beeinflussen kann. Sie wird über mehrere Jahre durchgeführt — entweder als Injektion (subkutane Immuntherapie, SCIT) oder als Tropfen bzw. Tabletten (sublinguale Immuntherapie, SLIT).
Besonders bei Pollen- und Hausstauballergien zeigt sie gute Ergebnisse. Eine frühzeitige Behandlung kann verhindern, dass sich neue Allergien entwickeln oder ein allergisches Asthma entsteht.
Evidenz: Die Wirksamkeit der spezifischen Immuntherapie bei allergischer Rhinokonjunktivitis ist in zahlreichen randomisierten kontrollierten Studien belegt (vgl. S2k-Leitlinie „Allergen-Immuntherapie", AWMF 061-001, aktuelle Fassung).
Bioresonanztherapie (BICOM) als Ergänzung
Nicht jede Allergie lässt sich sinnvoll mit einer Hyposensibilisierung behandeln — etwa bei Schimmelpilzbelastungen oder wenn eine Immuntherapie nicht gewünscht ist. In diesen Fällen kann ergänzend die Bioresonanztherapie eingesetzt werden, die ich seit 2002 in meiner Praxis anwende.
Hinweis: Die Bioresonanztherapie ist ein Verfahren der Erfahrungsheilkunde ohne gesicherte wissenschaftliche Evidenz. Sie ersetzt keine schulmedizinische Diagnostik oder Therapie, sondern ergänzt diese.
Mehr dazu: Bioresonanztherapie (BICOM)
Medikamentöse Therapie
Antihistaminika, nasale Kortikosteroide und Antiallergika lindern Symptome zuverlässig und können bei leichteren Verläufen die primäre Behandlung darstellen. Gemeinsam besprechen wir, welche Therapie zu Ihrer Situation passt.
